Freitag, 6. Dezember 2013

Zur Lage auf dem dt. Buchmarkt

Ansicht und Einsicht ins Buchgeschäft:

Es werden in Deutschland etwa 100.000 Bücher pro Jahr verlegt, die meist an hohlen Profitstrategien ausgerichtet sind und Auswüchse eines allseits „optimierten“ marktwirtschaftlichen, wie einseitigen Geschäftsmodells darstellen. In einem Systemzusammenhang, der allein auf Gewinnmaximierung und weiterer, oft unnötiger Überproduktion aufgebaut ist und nicht auf ernsthafte Vermittlung sinnvoller Inhalte ausgerichtet ist.
Bedarf wird geplant, erzeugt und produziert, in allen Bereichen, auch der sogn. „Kultur“. Adorno sprach schon „damals“ von Kulturindustrie und das Problem hat sich dahingehend über die letzten Jahrzehnte nur verschärft.

Ich bin persönlich zur Eigenpublikation übergegangen, an der ich noch vielseitig arbeite, da meine Publikationen inhaltlich von vielen Verlagen abgelehnt werden, da sie auch „kritisches“ bis „unerwünschtes“ Material in Bild und Wort enthalten.
Aber thumbe Massenware ist erlaubt und erwünscht und die 100. Folge von „Hannina und Nannini“ (als fiktives Beispiel) wird begeistert (auch durch Marketing Einsatz) begrüsst oder das X'te Buch das „bahnbrechend“ erläutert, wie man/frau sich (s.o.) „effizient“  vermarkten soll und kann, ..!?  Real Profitieren die Verlage und selbige Autoren, die danach oft nicht qualitativ bewertet werden, sondern an der Auflagenhöhe, die sie „erfolgreich“ geschafft haben, mit Hilfe eines „schlagkräftige“ Verlages, durch zu drücken.

Schon vor vielen Jahren ist mir etwa aufgefallen, das auch gute und informative Bücher, die älter als fünf Jahre nur sind, im Fachhandel nicht mehr geführt werden und dort nur umständlich nachbestellt (vergriffen?) oder im Antiquariat aufgefunden werden können. Die gesamte Produktion (um ein Beispiel zu nennen)  von politisch/gesellschaftlicher Relevanz etwa der 70/80er Jahre, ist fast vollständig „untergegangen“ und wird überdeckt von Autoren und Publikationen, die oft versuchen, „das Rad“ immer wieder neu zu erfinden oder in Ignoranz vorher ausgearbeiteter Inhalte und Positionen, auch verfälschte vordergründige Schlüsse ziehen, bisweilen, das Feld ist offen und weit gestreut und Masse macht auch  hier nicht Klasse!

Schon 1973 betonte  E. F. Schumacher  „Small is beautifull“ und diese „Nachhaltige“ Position ist auch weiterhin wichtig und lesenswert. (aber schwer „auf“ zu finden)

Die Massenproduktion an allem  zerstört unsere lebenswichtige Ressourcenbasis, verschmutzt und beschädigt unsere LebensWelt und schafft erhebliche Probleme, aber als gäbe es kein „Morgen“, (ein James Bond Titel?) wird weiter produziert und verlegt, Hauptsache Kohle gemacht, Profit und Goldberge angehäuft, ...von ethisch moralisch oder idealistischen Zielen, die über solch vordergründigen und systematisch befeierten Ansätze hinausgehen, kann  daher kaum noch  gesprochen werden.

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