Donnerstag, 17. Januar 2013

Die Organisation des Kapitalismus

Kapitalismus benötigt, um seine Profit- Ziele und Vorstellung in einer alles durchdringenden, profitablen, einseitig ausgerichteten, völlig autoritären Marktwirtschaft durch zu setzen, den interventionistisch aufgestellten Staat und/oder (die EU) den erweiterten Staatenbund, um ohne größere Komplikationen und mit einer ihm entsprechenden-angenehmen Gesetzgebung, die in ihm liegenden Gewalt- und monetären Herrschaftsinteressen durch zusetzen.
(Vordergründig wird die Ausweitung der Herrschaftsräume als wichtige. lebenswerte „Erleichterung“ für die Menschen bezeichnet, dahinter stehen jedoch enorme, stetig wachsende, einseitige Kapital und Verwertungs-interessen, die mit einer ausgeweiteten und vereinheitlichten Struktur (Wirtschafts-Währungsunion/Sprachen/ entspr. Modalitäten) bedeutend besser durchgesetzt werden können.)

1. Je mehr gut organisierte und verbesserte Strukturen vorhanden sind (und das nicht nur in Form von Autobahnen, Verkehrssystemen und anderer, medialer Vernetzung und TV Kanälen) desto besser kann das „Kapital“ das System durchdringen, es kontrollieren und in seinem Interesse überwachen und darin die „Schwach“-Stellen finden und aufdecken, die seinen einseitigen Verwertungs – und Vermarktungsinteressen und Profiterwartungen bisher entgangen sind, die noch nicht bemerkt wurden und bisher nicht auf seine Interessen hin optimiert worden sind. Kapitalismus in der derzeit zunehmend, dominanten, totalitär ausgeweiteten, ausbeutenden Struktur, die wir kennen, versucht permanent sämtliche Nischen und existierenden, noch natürlichen Freiräume und bisher nicht kapitalisierte Zonen, auch in den Beziehungen der Menschen untereinander, zu integrieren, zu assimilieren und in seine, rein am monetären Gewinn ausgerichteten Sach-Strukturen umzuformen, (siehe Marx und „Matrix“) um alle Lebensbedingungen an eine von ihm abhängige, nur an den monetäre Strukturen des Gewinns und Profitstrebens angepasste und an seinen Kapital-Interessen komplett ausgerichtete Systematik zu unterwerfen.

2. Der Kapitalismus wird tendenziell totalitärer, da er mit dem wachsendem Einfluss, den er auf die existierenden Strukturen durch immer vermögendere Unternehmen gesellschaftlich ausübt, (Politik im herkömmliche Sinne immer stärker unter den von ihm definierten Erfolgsdruck setzt, und Staatsgelder udnVorteile privatisiert, die nur noch seine Interessen als vital und erheblich anerkennen, ... ) Seine Visionen und Profitinteressen werden immer brutaler, und daher um so machtvoller ausgeweitet, in die existierenden Strukturen hineingepresst, die von da ab exklusiv (siehe Medien als Industrieunternehmen und Agenten der eigenen Sache) seine Interessenlage transportieren, seine Verwertungs-Praxis allen anderen aufzwingen und nun, ob seiner stetig wachsenden, aufgeblähten Machtfülle (und seiner daran beteiligten Zuarbeiter) kaum noch echte, demokratisch orientiere Diskussion erlauben oder überhaupt Raum dafür offen lassen.

3. Alle erkennbaren, entwickelten auch technologisch erweiterten und ausgebauten, bisweilen staatlich geförderten Strukturen, werden als Vorwand dafür genützt, seine eindimensionalen Profitziele und gierigen Gewinnerwartungen um zu setzen. Jede technologische Neuerung dient ausschließlich und vorrangig dem Kapitalismus, und wird auf seine Verwertungsoptionen hin ausgerichtet, wenn er sich nicht schon im Vorfeld strukturelle Vorteile darin erzwungen und diese effizient befördert hat. Technische Neuerungen müssen vor allem seine Interessen bedienen, seine Struktur auszuweiten helfen (in förderlichen Planung und Entscheidung, ...), um dadurch nicht etwa Menschen zu befreien, deren Leben zu erleichtern, ihnen Freiräume zu gewähren und anzubieten, sondern um diese Menschen weiter in seine, auch dadurch verstärkt unfrei haltenden Systemerfordernisse einzubinden und jenen bedingungslos unter zu  ordnen.

Ein Werbespot aus 2013 für Microsoft-Medien, ist dafür ein prägnantes Beispiel unter vielen. In diesem Werbespot wird einerseits zügellos, affirmativ behauptet, „aus Leidenschaft“ (also aus „humaner Grund-Überzeugung“)
nicht mehr ohne „moderne Telekommunikation“ leben zu können, und daraus Schluss-gefolgert, das um wirklich alles (an Konsumwelten) mitzubekommen, (was es an Verwertungsinteressen des Kapitals gibt) es unausweichlich sei, (in gesteigerter Freude daran) diese Medien fortgesetzt zu benützen, sich dadurch zu „informieren“. Da sie angeblich, betont an Lebensfreude und vitalem Austausch, realem Schein aber, orientiert, nur „harmonisch, humane“ Lust und Interessen befördern würden.
Die darin breit aufgetischte Lüge wird nicht nur werblich affirmativ erzwungen, sondern ideologisch korrekt vom Kapital und deren Verwaltern, Werbeagenturen und Marketingstrategen pervertiert überall eingesetzt, um seine Ideen als unausweichlich „modern“ und alternativlos in das Bewusstsein der Menschen zu pressen (wer nicht mitmacht, ist out, Spassverderber, etc.) sowie diese Haltung den abhängig-geführten Konsumenten als „natürliche Lebenserfahrung“ und gesunde, vitale Interessenlage einzuhämmern:

4. Das Kapital (und seine Verwalter) ist nicht nur bemüht, jede Diskussion über seine einseitig ideologische Ausrichtung zu vermeiden und den Diskurs über seine realen Interessen auszuschalten, sondern hat daher schon seit Jahrzehnten, (ab Mitte der 1960er Jahre) das Endstadium und den Sieg der kapitalistischen Markt-Wirtschaft verkündet (und nicht deren „Herrschaft“), und agiert nebenher, in allen zugänglichen Formen der Kommunikation zielgerichtet vor allem auch so, als gäbe es keine möglichen, denkbaren, zulässigen und erheblichen Alternativen zu seiner Ausbreitung und einer darin als ausweglos wie unerhört sozial ausgerichteten, positiv gepriesenen Wirtschaftsform.

Daneben wird jedoch (ohne Zweifel ) das kapitalistische Projekt fortgesetzt und über alle Kanäle versucht, in Werbung, Nachrichten, Medien, in Kommunikation, Diskussionen, Aussenwerbung in den Städten, Einblendungen im Internet, etc. dessen Vorherrschaft weiter voran zu treiben und seine effiziente Umsetzung als heilsam, unerlässlich und erhebliche Grundlage für weiteren „Wohlstand“ befeiert und hoch beschwören.
Dieser einseitigen Ideologie wird ein erheblicher, breiter Freiraum in Medien und alltäglicher Kommunikation eingeräumt, ihre Haltungen werden nicht als kritikwürdig (sondern als kreditwürdig) und als nicht hinterfragbar positioniert. Sie sind das Gerüst ,auf dem diese monolithische Wirtschaftsordnung, dieser Staat, die westlichen Nationen, aufgestellt sind, darauf fixierten wurden, um dadurch diese lebendige Gemeinschaften zu erhalten, die wir als unseren Lebensraum allseits betrachten.

5. Ebenso wird von rabiaten Vertretern der kapitalistischen Verwertung immer gerneund  fortgesetzt behauptet, der Sieg des Kapitalismus sei klar erkennbar an der durch ihn erzielten, überaus erfreulichen Herrschaft
, über diese angeblich, grundsätzlich feindliche, brutale, äussere Macht = Natur.
Äussere Natur sei eine  feindliche Gewalt, die nur durch  „forschen, mutigen“, heroischen Einsatz und Auftritt, durch Industrialismus und dessen meist rohen (aber herzliosen) Methoden domestiziert, bezwungen, ausgebeutet und danach in einen liebenswert/lobenswerten, vortrefflichen und zuträglichen Lebensraum umgewandelt werden konnte. Einen Raum, den wir aktuell (voller Glück) er-leben dürfen, dessen Genuss uns jedoch andererseits disem Kapitalismus tief verpflichtet. Wir müssen uns ihm gegenüber daher als äusserst dankbar erweisen und ihn weiterhin vorrangig als fundamental „lebenserhaltend“ in aller Form zu unterstützen hääten.

6. Diese vorsätzlich geplante Täuschung über allgemeine Lebensumstände, wie durch den vorHERRschenden Kapitalismus vorgeführt, wird in „gutmeinender“ Interessenvertretung etwa auch von Dr. Merkell betrieben, wenn sie von den Einzelnen, auf der Erde versammelten Nationen als deiner internationalen „Staatengemeinschaft“ spricht, die angesichts von enormen politisch, kulturellen Differenzen und Reichtums-unterschieden, religiösen Konflikten etc. real in dieser Form kaum anzutreffen ist

Und so drückt sich in dieser formelhaften, ideologisch gehaltenen Wortbildung, der Erwähnung einer betonten und spezifische „Gemeinschaft“, nur die in allen Staaten existierende, an Ausbeutung und Verwertungsrate orientierte Interessenlage derjenigen aus, die tatkräftig mit jenen eindimensionalen Zielvorstellungen paktieren, und in der „Demokratie = den ausgeweiteten Verwertungskapitalismus“ sehen, und daher ebenso entschieden wie überzeugt diesem triumphalen Verwertungs-Modell beständig zuarbeiten.

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