Dienstag, 7. Januar 2014

das Leben ist, III

Im „goldenen Westen“ haben man/frau gerade so viel Spielraum und Bewegungsfreiheit, um verwertungskonform zu funktionieren, seiner/ihrer Arbeit nachzugehen und zu konsumieren, Wer diesen vordergründig  „geschützten“ Bereich verlässt, büsst auch sukzessive, innerhalb der Staaten und Nationen, an Freiraum und echter Freiheit ein, .
Wer etwa nicht sauber mit funktioniert und sich dabei seine potentielle, "demokratisch" aufgeblähte Konsumfreiheit nicht permanent erkauft, hat kaum eine Chance und lebt eingeschränkt, in einem Gefängnis mit lachenden (glücklichen? aha? ein Sommermärchen?) Gesichtern überall um ihn/sie herum, auf Werbeplakaten und in „verführerischen“ Warenangeboten, zum Greifen ganz nahe, hinter polierten Schaufensterscheiben, doch so weit weg wie der Mond, der nur manchmal leuchtet und dann wieder verschwindet.

Es gilt nicht der soziale, verständnisvolle, mitfühlende, direkte „humane“ lebendige Kontakt, die uneigennützige, wie konkrete Hilfe und Solidarität untereinander, sondern das erkaltete Macht- wie Marktprinzip, der Warentausch, der alle substantiellen menschlichen Bedürfnisse in bezahlbare Angebote verwandelt hat. Bedürfnisse werden zu einer Leistung, der man sich nur bedienen kann, wenn man/frau/er/sie/es sich weitgehend, bis alternativlos, an die Geld gesteuerte Verwertungsstruktur, auch mühsam, angepasst hat.

Essen, trinken, wohnen, grundsätzliche Bedürfnisbefriedigung erfordert ausweglose unhinterfragbare (mach- iss - oder „stirb langsam“) Mit- und Zuarbeit in einer allumfassenden vordefinierten Struktur, die meist weder gewollt, erwünscht, überhaupt ansatzweise mitbestimmt, sondern in der nur etwas angesagt wird. Stimmen dröhnen von irgendwo, denen man Folge zu leisten hat, wie ein Soldat, um den mitgeteilten Weisungen entsprechend, überleben zu dürfen.

So ist das allgemeine Durchschnitts-Leben in der ausgeweiteten, verwertenden Konsumgesellschaft für die meisten nur ein mühsames, mit allerlei gedungenen Ablenkungen zugedröhntes Überlebensritual, ein Vegetieren, in dem man/frau/mensch abstumpfen muss und die Sinne weitgehend abschalten soll, um nicht von der eigenen, gebrochenen Existenz in einer totalitär, massiv fremdbestimmten, erzwungenen Schein-Realität permanent überwältigt zu werden. Dies alles erhöht den Frust und lässt viele Verzweifelte zu Drogen und vielerlei Ersatz greifen, Andere Menschen werden ebenso missachtet und ebenso benützt und angeHERRscht wie man selber ausweglos in die Ecke gedrängt wurde, zu vielerlei freudlosem Tun abgerichtet, sich immer vor Autoritäten, Bossen, Chefs und anderen Polizisten verbeugend, zu einem freundlichem Gesicht dabei gedungen wird, also ob man/frau/mensch das alles freien Herzens „akzeptieren“ würde, als wäre man/frau/mensch höchst erfreut mit zu tun, immer und immer  wieder, aufs "Neue"..

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