Sozio-ökomomische Aspekte im Verwertungskapitalismus.
Dienstag, 15. Mai 2012
Aphorismen 1.4
Weil viele sogn. Menschen in der Masse augenblicklich, eher darin außergewöhnlich gut geübt , komplett aussen gelenkt, gesteuert und mehr oder weniger „sanft“ angeleitet werden, zu konsumieren, als nun selber etwa bewusst zu kreieren und dazu, zu ihren entsprechenden, eigenständigen, schöpferischen Leistungen zu stehen, sind sie ebenso drastisch ungeübter darin, die kreativen Werke anderer „Künstler“ analog (ohne Blick auf das Preisschild daran ...) einzuschätzen und diese, ob ihrer oft authentischen Schöpferkraft zu beachten und zu ver-stehen, wie auch den jeweils „geistigen“ Wert darin an-zu-erkennen/ zu sehen.
In der möglichen, gelebten, zukünftigen Konsequenz daraus würde es auch gesellschaftlich darum gehen, die jeweiligen, durchdachten, positiv gewendeten, konstruktiven Taten und Leistungen (jeder Art) anderer "Menschen" zu beachten, zu betrachten an-zu-erkennen, als nur deren aussen geleiteten Konsum zu befeiern und dessen hohle Glanzprodukte zu bejohlen und sich nicht real er-blindet, dem an sich Schönen gegenüber ( siehe: Schiller, Plotin, ..!) zu extasieren, ..
Kunst als Warenkonsum
„Kaufen
ist zu einer öffentlichen, ja zentralen Angelegenheit in dieser
Gesellschaft geworden. Öffentlichkeit inszeniert sich zunehmend als
„Verkaufsöffentlichkeit“.
Im
einseitig materiell/monetär definierten geschäftlich-wichtig
aufgezäumten Gerede vom „Erfolgszwang“ besonders auch in „der
KUNST“, wird deren buntes wie schönfärberisch „ausgemaltes“,
gewichtiges Potenzial in ihrem an Geldwert gemessenem Profitnutzen
gesehen und darauf reduziert .
Die Möglichkeiten der KUNST, ihre Potenziale auch als erheblicher möglicher gesteigerter Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung und Bewusstwerdung (auch dessen) werden ignoriert, „Kunst“ wird auf ein amüsant anzusehendes, völlig Markt-abhängiges „Verkaufsgeschehen“ beschränkt. (wobei dieser ominöse „Markt“ recht diffus gehalten ist)
Und ihre Bestrebungen darin, die zu Selbstfindung, Erkenntnis und echter Persönlichkeits- bildung (spirituell) beitragen könnten, permanent (da Geschäfts-schädigend) klein geredet, als uninteressant dargestellt und völlig, bis zur Unkenntlichkeit dessen, verwischt.
Die Möglichkeiten der KUNST, ihre Potenziale auch als erheblicher möglicher gesteigerter Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung und Bewusstwerdung (auch dessen) werden ignoriert, „Kunst“ wird auf ein amüsant anzusehendes, völlig Markt-abhängiges „Verkaufsgeschehen“ beschränkt. (wobei dieser ominöse „Markt“ recht diffus gehalten ist)
Und ihre Bestrebungen darin, die zu Selbstfindung, Erkenntnis und echter Persönlichkeits- bildung (spirituell) beitragen könnten, permanent (da Geschäfts-schädigend) klein geredet, als uninteressant dargestellt und völlig, bis zur Unkenntlichkeit dessen, verwischt.
Freitag, 11. Mai 2012
Aphorismen 1.3
Den Markt gibt es nicht,
den schafft man sich, indem man in bewährter und ebenso industriell gelernter Manier, solche zuerst sondiert und möglichst aktiviert als Konkurrenten dort angetroffene, die Anderen, als Feinde zu solchen stilisiert, verdrängt, ausgrenzt und sonst wie inhuman verschiebt, vertreibt, unterbietet, verhöhnt, ihre Ideen klaut, sie denunziert, all das und noch viel mehr ist da „drin“:
im globalisieren Weltmass-stab gilt dazu etwa verschärfend:
„Kill the best, buy the rest“,..
In der Tat es gibt keine neuen Märkte, es gibt nur die, welche man sich mit mehr oder weniger, gespitzten Ellenbogen schafft und dann darin auch auf anderen Lebewesen energisch, herrschaftlich herum trampelt, ..
also generell das umsetzt, (auch im kleinen Maßstab) was uns dominanter, disziplinierter, westlicher Imperialismus "gnadenlos befreiend" vorexerziert hat
Mittwoch, 9. Mai 2012
Aphorismen: 1.2
"Der Begriff der Ökonomie ist inzwischen so weit gedehnt, gestreckt und
verzerrt worden, das er ironischerweise (ausgehend vom griechischen
Grundbegriff Ökonomia = sparsames Haushalten) in sein absolutes
Gegenteil = "größtmögliche Verschwendung von Ressourcen" verkehrt wurde
und dahin gehend billigend allgemein (wie medial gestützt) akzeptiert
wird."
Aphorismen: 1.1
"Brotlose Kunst" gibt es
doch u.a. nur, weil die an reiner "monetärer" Verwertung
ausgerichtete Industrie-Gesellschaft und die ihr relativ ausweglos
bis unfrei unterworfenen Menschen darin, ihre eigenen, echten
Fähigkeiten und Begabungen nicht anschauen (dürfen). Weder diese künstlerisch zu schätzen lernen und all ihre freieren Intentionen,
Wünschen wie Ziele, der komplett aussen- wie fremdgeleiteten
Verwertung ihrer Selbst durch ein paar mächtige
„Gestalten/Unternehmen" überlassen (müssen) Die auch noch
angehimmelt und verehrt und als zutreffend, human fortschrittlich,
allseits beworben werden, sich diesen also zwangsmässig/zwanghaft
(unmündig – wie befohlen) unterordnen, auch das ...
Montag, 7. Mai 2012
Filmkritik: Abgesang auf den Beamtenstatus
Leider zu oft vergessen und kaum beachtet, da allseits präsent in unserem gecleanten Bewusstsein des konditionierten Untergebenen, ist die James-Bond
Filmserie irgendwo auch ein "Hohelied" auf den sich folgsam
unterwerfenden, allseits bereiten Beamtenstatus, dessen Akteure sich
in dieser Märchen- Rolle (Frauen, Autos, Kanonen und Gadgets, ...)
zwar exzessiv konsumistisch "ausleben" dürfen, aber wie alle
sonstigen "Beamten", ihren Vorgesetzten immerfort, treu folgsam "zu
dienen" haben!
Sie haben sich der Weisungsbefugnis ihrer Chefetagen jedoch, wie sonstige Angestellte unterzuordnen, und nehmen nach "erledigter
Arbeit", manchmal traurig sinnierend, den einen oder anderen
Martini-Cocktail um das herunterzuspülen, bevor andere und "wichtige"
Folge- "Aufträge" weiter effizient wie
System-konfomisierend, "erledigt" werden.
Die eventuell einzige, erheblich
relevante, interessante, durchdachte, filmisch genial-gerechte
Antwort auf das in den Bond Filmen langatmig bis krachend
aufgestellte Dilemma, wurde von Patrick Mcgoohan in seiner
bravourösen TV-Serie (No. 6 - "The prisoner") versucht
anzuskizzieren.
In der ein vom Einheitsleben des
beamteten, angestellten Agenten angeödeter "Mensch", (er
selber in einer seiner besten Rollen zudem) ein wirklich freies
Leben, ohne diese ermüdenden Formalitäten darin, "erleben"
möchte. (und im Laufe der Serie immer nur die selbe Frage gestellt
bekommt: „Warum wollten sie "wirklich" den "Dienst"
quittieren“?)
Dabei ist das, die Antwort auf diese
zwingende, Leitmotiv-artig wiederkehrende Frage, nach ein zwei mal
"nachdenken" eigentlich sehr schnell zu lösen:
'(ich habe dafür ca. drei Jahre benötigt)
'(ich habe dafür ca. drei Jahre benötigt)
(...wie ebenso vielen heute unmöglich
geworden, nachzuvollziehen, da die entsprechenden, dafür notwendigen
Zentren im Gehirn, schon zu weit abgeschaltet sein mögen, ..?)
Also, die beste Antwort darauf:wäre: Um auch etwas, EIGEN-mächtiger noch, zu
"LEBEN"!?
Und die noch erwähnenswerten, anderen
"Agenten" in/der "Matrix" etwa, erheblich angeödet ebenso, aber ihrerseits völlig
durchdrungen von ihrer Mission, darin Ausführende und Auftraggeber
zugleich, kämpfen höchstens noch gegen sich selber, oder kaufen
spaßeshalber, durchleben oder assimilieren ihre Opfer, je nach
"Auftragslage" und Not-wendig-keit.
Freitag, 4. Mai 2012
Konsumkritik für Nicht-Kritiker, Aha?
Die Einkaufsrevolution: Konsumenten
entdecken ihre Macht, v. Tanja Busse
Grundsätzlich mag man sich bei Betrachten dieses Titels freuen, endlich mal wieder ein kritisches, aufrüttelndes Buch gefunden zu haben, aber bald danach, bei der Lektüre stellt man/frau/mensch (als aufgeklärte/r Zeitgenosse) fest, das es sich nur um die 234. Folge von "Perry Rhodan" hamdelt, für neo-grün umwehte "Ökos" und solche, die es werden wollen.
Erstens ist dieser Ansatz, den die
Autorin zu dokumentieren vorgibt, weder neu, revolutionär noch
besonders erhellend, sondern wird ebenso wieder nur als weiteres
"Konsumobjekt" getarnt, gut gebündelt wie andere "Konsumprodukte" zum Verkauf angeboten.
Ein anderes Objekt der erzeugten Begierde, welches man im Endeffekt ebenso "kaufen" soll, wie jegliche andere, ähnliche "Konsumartikel".
Ein anderes Objekt der erzeugten Begierde, welches man im Endeffekt ebenso "kaufen" soll, wie jegliche andere, ähnliche "Konsumartikel".
(nur sei es, zumindest "diesmal"
jedoch, grundsätzlich "richtig", oder?)
Schon recht weit vorne, werden in
diesem Text bereits einseitig affirmativ, etablierte System-
Verherrlicher, wie etwa Norbert Bolz, einer der sich der
pseudo-konservativen Verteidigung bestehender Verwertungslogik,
"wissenschaftlich" gewidmet hat, zu unkritisch zitiert,
u.ä.
Zweitens: wer wirklich eigene Verhaltensweisen verändernd und entsprechend befreiende Konsumkritik "üben" möchte, sollte eher Arbeiten von Naomi Klein, etwa "No Logo" lesen, oder andere durchdachtere, weniger affirmativ aufgebauschte Texte durcharbeiten (Und sei es nur Entsprechendes aus den Schriften der "Frankfurter Schule"!) und diese Texte bitte nicht nur "konsumieren" und danach "zufrieden/befriedet" wie alte Schuhe in das entsprechende Regal zurücklegen,...!?
So waren es doch die von der Autorin kurz "ironisch zitierten" Sozialwissenschaftler, Horkheimer und Adorno, die bei ihrem Zwangsurlaub im Heimatland des Konsumrausches, den USA, damals vor Ort analysieren durften, wie Verwertungsindustrie funktioniert und welche einseitig, trügerischen Ziele diese grundsätzlich verfolgt.
Gegenüber Texten jener Frankfurter Schule erscheinen trivial herunter gebrochene Bücher wie dieses, eher wie profanisierte Fleißarbeiten oder Abi-Aufsätze (strebsamer Schüler), die zwar viele Fakten aufzählen, deren fehlender, ernsthafter politischer Ansatz jedoch, wie deren durchsichtige Zielvorstellungen und politisch zu affirmativ ausgelegte Orientierungslosigkeit, sich bereits am Titel und auf ein paar Probeseiten hinreichend ablesen und daran festmachen lassen.
Bedauerlich zu sehen, das die namhafte und substantiell erstaunlich klarsichtige Kritik der dt. Klassiker übersehen, schnöde geschmäht und nicht etwa vertieft wurde, sondern eher wie in Unverständnis dessen, fast veralbert wird, und deren Intensität wieder nur unausgegorene und stark mainstream affine, feuilletonistische, lapidarisierte Gedanken gegenüber gestellt werden.
Wie die Gebetsmühlenartig, seitenlang
angeführten, bekannten Muster und Fallbeispiel, die dem Text in
selbsttragender, authentifizierender Schulbuchmanier, Ernsthaftigkeit und Praxisbezug
bescheinigen sollen. Aber was nützen jegliche Quellen, wenn diese
nur anderen hinzuaddiert wurden und keine Herausforderung für die
sichtlich bemühte Autorin darstellen, sich analytisch und in der
Tiefe damit "ernsthaft" auseinander zu setzen?
Aber das scheint nun mal die äusserst ernsthafte Beschäftigung solcher, im "Mainstream" Journalismus
verorteten und an den darin potentiell erreichbaren Auflagenhöhen ausgerichteten
TexterInnen zu sein, zu denen auch diese Autorin gehören mag:
Möglichst eine große Masse an zu veröffentlichendem Material
abzuliefern, aber den Inhalt und politischen Sprengkraft etwa, die in
solch einer Arbeit stecken könnte, mehr oder weniger zu
vernachlässigen.
(Denn dabei würde man/frau/mensch
sich auch selber und gelebtes Verhalten in Frage stellen müssen und
das eigene, praktizierte Konsumentendasein überdenken?)
Und wieder mal ein weitere Text, der vorgibt aufzuklären und zu erhellen, aber schon im Titel das grundsätzliche Problem, den ausgebreiteten Konsumismus gnadenlos mit einbetoniert und an ihm vorbei sieht. Inhaltlich zwar ein paar lockere, heitere Anekdoten enthält und anzuführen mag, aber am Thema vorbei, den Blick auf die eigene Auflage gerichtet (?), viel wesentliches auslässt und an entsprechender, aber schwieriger, kritischer, jedoch gut zu begründender Analyse (wenn man es wirklich vorgehabt hätte, ..?) vorbeischrammt? Sich als Autorin damit eventuell nur auf irgendeiner Sachbuchbestsellerliste wiedergesehen haben möchte, um dem Bekanntenkreis vermitteln zu können, "seht her, auch ich habe etwas zum Thema "Konsumkritik" publiziert!?
.
Na dann Bravo, Applaus und vergessen
wir diese Buch einfach wieder, das uns zwar in Themen Bereiche hereinziehen
mag, aber uns, um so verwirrter und ausweglos "genasführter"
danach, zurücklässt, oder?
Und die traurige Erkenntnis aus der
bisweilen anstrengenden Suche nach Erkenntnis in diesem Text ist, das
auch hier, trotz "großem Geschrei darum", keine tiefere Erkenntnis
vorliegt.
Denn
einer der basal wichtigen Kritikpunkte an dieser allseits
herrschenden, real allmächtigen Konsumgesellschaft
wäre doch (abgesehen davon,
sich darin nicht als Konsument
verunglimpfen und
auflösen zu lassen, ...)
auch onthologisch (also seinsbewusster) zu erkennen, oder dazu
mit-zu-verhelfen) das diese Form der allseits verwertenden
Konsumgesellschaft der
Mehrheit schadet.
So
hilfreich diese Gesellschaftsordnung bisweilen erscheinen mag und
ebenso von Werbung und Medien entsprechend dargestellt und
Milliarden-schwer hochgehübscht, sie den darin lebenden
(ausharrend-vegetierenden) Menschen grundsätzlich und in
industrialisiert hochgetuntem Maße massiv davon abhält, durch
allerlei aufgezwungenes Konsumgut und abhängig machende
Dienstleistungen, (also in monetarisierter Hilfe ohne Selbsthilfe,
..) es ihnen "professionell" verweigert, sich selbst
(unverwertet und unverwertbar) zu entdecken, eigenes zu er-schaffen
und sich und das eigene Leben in der Tiefe bewusster zu erfassen, zu
erkennen und überhaupt erst "eigen-mächtig" zu er-leben.
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