Donnerstag, 1. März 2012

Rest-Freiheit in der über-technisierten Industriegesellschaft

Was ist denn der Preis, den wir in einer unfrei haltenden technisch strukturierten, über-versorgten (westlichen) „Fortschritts-Gesellschaft für die Über- und Massenproduktion von angeblich technischen „Hilfsmitteln“ und fortgesetzten „Lebens-Erleichterungen“ zu bezahlen haben?

Abgesehen davon, das wir selber in diesem Prozess immer abhängiger und unfreier werden, sind wir nicht mehr in der Lage, allgemeine Unannehmlichkeiten auszuhalten und zu ertragen. Anstatt das ein KFZ etwa aus den 60/70ern mit einfacher Technik zur entsprechenden Fortbewegung genüge, werden immer kompliziertere Fahrzeuge und entsprechende „Technik“ entworfen, die auch immer weniger individuelle Entscheidungsfreiheit (und Reparatur dieser also schneller Austausch) zulassen.
Je mehr uns Technik an Selbstbestimmung abnimmt und entsprechende, strenger verwaltende „Spielregeln“ vorgibt, desto mehr haben wir an /durch sie an Selbstbestimmung & Restfreiheit „verloren“.
Je mehr wir uns ihr, dieser Technik anpassen und ihr unterordnen, desto weniger sind wir imstande, autonome, nicht vorher & fremd-bestimmte Entscheidungen zu treffen.
Inzwischen wird sogar das „Sterben“ fremd verwaltet und fremd justiert und klinisch/technisch über-verwaltend „betreut“.

Nur weil wir es nicht mehr aushalten, (dürfen) uns selbst zu spüren und uns zu vertrauen, unsere inneren Kräfte zu wecken, zu „entdecken“, wird uns vorgegaukelt, das technische Hilfsmittel unser Leben erleichtern würden. Im Gegenteil machen dazu sie uns in verstärkter Form und Anpassung an sie abhängig, apathisch, unselbstständiger und halten uns emotional auf dem Niveau von Bittstellern, wie unreife kleine Kinder gefangen, die permanent „versorgt“ werden und darum betteln (oder wenn sie älter sind: „arbeiten“) müssen .

Immer neue Spielzeuge werden uns gereicht und produziert, um diese bewusst inszenierte, kindliche Frustrationsintoleranz zu kompensieren und zu besänftigen, mit Versprechungen auf weitere Bequemlichkeiten (Wohlstand) verpackt und gestützt. Neben der Tatsache das dadurch für Menschen, die derart in fundamentale Abhängigkeit gebracht wurden, permanent weiter „produziert werden muss, erhöht sich deren Abhänggikeit von diesen, ihnen äußeren Instanzen.
Erst wenn Gefahren „erfahren“ werden, Konflikten gelassener ins Auge geblickt werden kann, wird man daran „wachsen und erwachsen“, selbstbestimmteres Vertrauen erlangen und eine echte Identität entwickeln. All das was eine über-behütende und technisch ausgefeilte, aber überversorgende Industriegesellschaft und die ihr angeschlossenen Produktionsinteressen nicht zulassen und massiv verwehren.
So könnte man ebenso auf dem technisch respektablen Niveau der 60er oder 70er Jahre verbleiben (Serge Latouche) und im Vertrauen darauf, anstehende Probleme eigenständiger lösen lernen und so die realere „Freiheit“ und das echte Selbstvertrauen der Menschen fördern, in dessen Überführung in gelebte Mündigkeit und sie nicht als fundamental unfreie Abnehmer in Konsumentenpose, als ewig Abhängige zu „erfassen“ versuchen.

Dienstag, 28. Februar 2012

Menschen Verwertung, weitere Kapitel:

"Die meisten Menschen sind so weit unterworfen und angepasst, das sie ihre Unterwerfung, Ausbeutung und Nutzbarmachung als etwas „normal-vernünftiges“, wie durchaus lebenswertes ansehen. Und sie wundern sich nur ab und an, das all die destruktiv-aggressiven Kräfte, die zu ihrer Dominanz, Beherrschung und Unterwerfung aufgewendet und in die Wege gebracht werden, ihnen darauf keine „Freude“, Gelassenheit oder tiefere „Entspannung“ vermitteln.
Wie sollte das auch einer allseits fordernden und überwältigenden Herrschaftsstruktur gelingen mögen, die mit Methoden der „raffinierten Rücksichtslosigkeit, der unmoralischen Gleichgültigkeit und permanent gesteigerten Aggressivität“ operiert?"
(Zitat nach Marcuse aus:dem Text, "Aggressivität in der gegenwärtigen Industriegesellschaft", 1956)


a. Medien als Werkzeuge der gesellschaftlich/gemeinschaftlich e Mitarbeit

Gemeinsam erarbeiteter Konsens und daran ausgerichtete Zielvorstellungen gehen in der aktuellen Gesellschaft immer weiter verloren, sie werden oberflächlich, eher zwanghaft & zwangsweise (ihrer befreienden Potentiale beraubt und eben nicht gemeinsam erarbeitet,) nur noch “machtvoll“ statisch, hierarchisch „von Oben“ eingefordert.

Medien und früher kritische Organe, wie Zeitungen und andere Werkzeuge der öffentlichen Meinung sind in affirmative Duldungsstarre versetzt worden, aufgekauft, eingeschüchtert, Partei Konsens unterworfen, ihrer Aufgabe als kritische Filter der gesellschaftlichen Zielvorstellungen und differierender Positionen entledigt.
Sie sind in ihrer bestimmenden Mithilfe an notwendigen, gemeinsamen, im Konsens geführten, gesellschaftlichen Entwicklungen beraubt.

In einer Zeit, in der Medien, Technik, humanisierte Möglichkeiten (auch in Produktionsprozessen) zur Verfügung stellen, anders, real demokratisch, gemeinsam interessierende Fragen des Zusammenlebens und der gesellschaftlichen Zukunft zu bearbeiten, ist dem entgegen Druck, Ausbeutung, unfrei haltender Anpassungszwang oft noch erheblich gewachsen.
Teamgeist, Gemeinsamkeit wird zwar offen angesprochen und aggressiv eingefordert, entsteht aber nicht aus freier Entscheidung zur Selbstständigkeit oder solidarischer Anteilnahme (als echtem Gewissensentscheid) sondern wird von “außen“, hierarchisch, unter Zwang, als Maßnahme bestimmend "verordnet".

Das gesamte, positiv ausgerichtete Potential freier Mitsprache ist ausgehöhlt , seiner inneren gesunden Dynamik entleert, ist ausgeweidete Hülle, Attrappe, Gerippe geworden, zu einem Konstrukt transformiert, in dem angeblich mit „freier uneingeschränkter Partizipation“ agiert werden kann. Jedoch werden darin nur Herrschafts-konforme Dominanz und entsprechende Machtstrukturen gestützt und befördert. Es wird nur gespielt und so getan „als ob“ dies Freiheit, Mitbestimmung und freie Entscheidung sei (auch dagegen) und diese möglich und befördert werden soll. Aber in "Realität" wird unter dem Deckmantel einer als Freiheit zelebrierten Überanpassung, angeblich „Bewährtes" unhinterfragt von „folgsamen“ Schülern, mit anderen, "ihren eigenen" Worten eingefordert.
Die partizipativ orientierte, auf reale und mündige Mitsprache ausgerichtete, gesellschaftliche Freiheit, ist zu einer funktionalisierten, rein formalen, vorgedruckten, Formular-Freiheit, einer fremdbestimmten Simulation von Freiheit verkümmert, zu einer sinnentleerten Worthülse der Massenproduktion, Fremdverwertung und Massendomination geworden, zu einem Zirkus ohne jegliche echte Mitsprachemöglichkeiten, auf eine von außen bestimmten, massiv auch medial mit allen Kanonen beeinflusste Abgabe von vorgegebenen Kreuzchen an der "richtigen Stelle" reduziert.
Formal reduziertes Zubilligen von Entscheidungsmöglichkeiten, wie im allseits erstarrten „politischen Leben“, ersetzen jene aktiven, lebendigeren, gemeinsam in basisdemokratisch Mitsprache geschaffenen Zielvorstellungen, die wirklich und grundsätzlich erfahrbar, einem aufgeklärten Bewusstsein in einer der ihm entsprechnden, offenen Rahmenbedingungen und mündiger Verantwortlichkeit angemessen sind/ wären.


Montag, 16. Januar 2012

Wissen und Kultur 2.1

Wissen und Kulturförderung dient in der Konsumgesellschaft nur zur Abfüllung mit irgendwelchen der zahlreichen „notwendigen“ und stetig gesammelten Fakten, die zur Kenntnis gelangen, vermittelt wurden „müssen“, aber im Gegensatz dazu oft zu keiner weiteren, höheren Erkenntnis befördern, zu keinem höheren Bewusstseinszustand verhelfen, oder zur Partizipation an geschilderten Vorgängen/ Umständen, anleitende Konsequenz haben.

1. Es wird zumeist nur spekulatives, eindeutiges vorherbestimmtes und abgewogenes Material geliefert, „gesendet“. Nicht um damit Alternativen und differierende Sichtweisen zu erarbeiten, Interpretationen zu erlauben, sondern an dem bewusst massiv befestigten, zementierten, herrschenden, bestehenden Machtmodell Alternativ-los festzuhalten.

Wissen wird nur unbewusst, unter der Oberfläche der Erkenntnis konsumiert, wie andere, real belastenden Waren, Konsumartikel die nur als weitere Belastung empfunden werden, als Ballast, der keine Befreiung davon, damit, dadurch ermöglicht.
Medial anzutreffende, bemerkbare Wissensvermittlung oder Vermittlung von sogn. „Fakten“ beschränkt sich in den bekannten Medien (TV, Radio, FILM) darauf, alternative Sichtweisen auszuklammern, nicht zu ermöglichen, zu blockieren, nicht anzudenken, auszugrenzen, nicht zu erlauben, zu verhöhnen und sich nur weiter in bekannten, etablierten Konsum Schemen der einseitigen Vernutzung, Dienstbarmachung und allgegenwärtigen Ausbeutung, im Kreise zu bewegen.

2. Wie ebenso vorrangig nur derartige Strukturen vermittelt werden, in partiellen spektakulären Simulationen darin zur Schau gelangen, die real existierende Abhängigkeiten und Verflechtungen glorifizieren, wie Möglichkeiten individueller Verwirklichung ausklammern und zu verschleiern helfen.
Der künstlerische Tätigkeitsbereich wird als vom „realen“ Leben abgetrennte Welt oder nur als zusätzliches, weiteres gewinnbringend auszuschöpfendes „Geschäftsmodell“ gesehen und "über-professionell" geschmeidig präsentiert, als weiteres, rein marktorientiertes „Spielfeld“ betrachtet und kaum als Möglichkeit vermittelt, entsprechend tiefgreifende/tiefgehende, persönliche Entwicklung/ gelebte Erfahrung darin/ dadurch zu erzielen. So wird jeglicher (rein wirtschaftlich monetär gefärbter) "Erfolg" höchstens als wirtschaftliche Konsequenz und Lohn einer an entsprechender „Leistung“ gemessenen, wie marktkonformen Karriere aufgezeigt.
Unterwürfig, unterworfenes Schaffen im Auftrag und Im Dienste der anderen, höheren, herrschenden, wird allseits "gepredigt",verkündet und voraus eilend, demütig darauf verwiesen, als sei nur darin "gerechte" Erfüllung und brave Erfolgschance der angeblich "Tüchtigen" und Angepassten, Recht-schaffenden darin  "vermittelt" möglich und anwesend.
Brave, konforme Karrieremöglichkeiten und angepasstes (als angemessen gefordertes) Verhalten soll sich auch hier "auszahlen" und entsprechend affirmativ belohnt sein.

Eine andere und gelebte/belebte/lebendige Lebens-Kunst wird ignoriert, oder verniedlicht, bisweilen als wirtschaftlich nutzlose, leere Außenseiterrolle verunglimpft. Besonders dessen Formen, welche vom allgemein herrschenden Konsum und Verwertungsmodell in vieler Hinsicht zu stark ablenken, abweichen und in andere Lebensrichtungen weisen, auf andere Lebensziele hin orientiert sein könnten und "reale", als fremd und befremdlich vermittelte und als unsozial gewertete "Autonomie" unterschwellig zu befördern beabsichtigen.

3. Aspiranten auf jegliche Karriere in Medien und medial massiv positionierte Vertreter bekannter Verwertungsschemata übertreffen sich daher auch gegenseitig mit ebensolchen, angepassten/anpassenden/ gewöhnlich wie stumpfsinnig haltenden Meldungen und Schein-Erkenntnissen, die freie Kunst herabwürdigen, an den Rand des Lebens zu drängen versuchen, um ihr jegliches, human orientierte, konstruktive, wie befreiendes Potential abzuerkennen.
Die Resultate dessen, eben jener "Kunst", als: „Ist das überhaupt noch Kunst?“  möglichst so zu drehen und vorzustellen versuchen, das nur deren eindimensionale kommerzielle Würdigung als alleinverbindliche Dimension, deren Aussagekraft als höchste qualitative Wertschätzung von Kunst und Kunstwerk, quasi wohlwollend darüber schwebend, dieser zukomme und allein angemessene, ihr entsprechend als urteilsbildenen alleinverbindliche Evalutationsmaxime zugesprochen werden könne.

Ebenso soll aktive geistige, wie spirituelle Schulung und Beschäftigung möglichst "bitte" ("ist doch pubertär, oder?", verkünden lächelnd sichtlich gereifte "Moderatoren" der sie beherrschenden Anpassungsarmada) nicht dazu mit-ver-helfen, etablierte Herrschaftsinteressen konkret in Frage zu stellen, zu durchleuchten, sondern real nur dazu dienen, in Verwertung und Profitstreben, kommerzielle Aktivitäten rein affirmativ mit zu stützen, sich in allseits anzutreffende,entsprechende Märkte und Nischen einzureihen. sich jenen auch besseren Gewissens, „artig“ anzupassen und zu unterwerfen.
Bildung, ernsthaft vermittelt, die Menschen auch ein wenig mehr befreit, Freiräume und Möglichkeiten ausserhalb der Verwertungsnorm im Leben erkennen lässt und diese zu nutzen ihnen vorstellt, bleibt ausgeklammert. Etwas zu lernen/ zu leben/ zu experimentieren, das etwas anderes als unbewusst haltende, biedere Akzeptanz an vorgeblich bewährte Konzepte und massive Realitäten verspricht, das befreit statt zu belasten und die kreativ produktiven, im Menschen angelegten Fähigkeiten nicht zu verwischen, sondern zu entfalten verspricht, sich gegen Unterforderung humaner Wahrnehmungspotentiale.zu stellen, wird ein angepasstes, scheinbar umfassendes "Glück"
- (in Werbung und Marketing bis zur Ironie überdimensional und ultra hochaufgelöst oder darüber hinaus verherrlicht)
der allzu biederen gewöhnlichen, abwartenden, in der Konsequenz  lähmenden Konsum Akzeptanz entgegen gehalten

4. Die gesellschaftlich konform allseitig "pluralistisch" vermittelte Verwertungs-Haltung schafft hingegen faktisch das Gegenteil ihrer Bildungsintentionen, in Abstumpfung, Lähmung und Rückführung auf rein körperliche Daseinsformen, führt sie in ein Vegetieren auf Abruf, verführt zu stumpfer, beliebiger Akzeptanz äußerer, vorgegebener Prozesse und Warenberge, ohne entsprechend befreite Teilnahme; wie aktive gesellschaftliche Teilhabe darin.
(Zur Ironie wird jenen vermassten, über-konditionierten Menschen darauf eine Politikmüdigkeit vorgeworfen und allgemeine (absichtsvoll im Hintergrund planvoll gezüchtete)" Unfähigkeit, Willenlosigkeit und Müdigkeit, sich "zu engagieren" vorgehalten, alles Dimensionen einer gemachten, geplanten und produzierten Infantilisierung auf breiter Front, die sich dann dreist wie die SS hinstellt und die Ermatteteten, Ausgelieferten, Entkräfteten verhöhnt,  zu NICHTS mehr fähig zu sein, ..)

Darin entpuppt sich eine neue Spielart der totalitären Beherrschung und Massenbevormundung als  Kopie oder neue/erweiterte Form eines aktualisierten, "zurückgekehrten" (aber war er jemals "fort"?) Techno-Faschismus, der ebenso kalt lächelnd über Menschen zu herrschen vermag, sich über sie hinwegsetzt, wie ehedem, "damals".
Die Ghettos haben aktualisierte, virtuelle, transparente Grenzen bekommen, davon Ausgegrenzte können sich an den Vitrinen der Konsumtempeln die Nasen plattdrücken und werden bei nicht Einhalten der Konsum-Normen von als Dienstleisern operierenden, mit Logos und CI aufgehübschten Sicherheitsorganen entfernt und auf die Straßen zurück-befördert.

So findet eine fortschleichende Entmündigung in allseits möglicher, kultureller, eigen-schöpferischer ,latent bereit gestellter "Vielfalt" statt, die jedoch jede weitere Partizipationsversuche erschlägt, entmündigt und vehement auszuklammern versucht und jegliche wirkliche wirksam demokratisch orientierte Partizipation/ Teilhabe nur noch legitimierten, diplomierten, zertifizierten, evaluierten,  offiziell ernannten Experten erlaubt.
Diese offiziell erforderlichen Legitimationsprozesse, um als Experte anerkannt zu werden, eine Stimme zu haben, Gehör zu finden, erhöhen sich "progressiv und dynamisch", in fortgesetztem Lauf, schrauben entsprechende Anforderungen und daraus erwachsende Möglichkeiten immerfort in luftige Höhen, die absolut gesehen entmutigen, nur selektieren und es nur besonders daran angepassten Individuen erlauben, sich da hinein zu wagen.
Wie überall sonst in ähnlichen Prozessen, haben die verängstigten, zunehmend versteinerten Teilnehmer an jene Karrierebestrebungen dann nur noch ihr Festhalten an mühsam erreichten, in weitreichenden Abstrichen verwirklichten Führungs-Positionen und Ebenen im Sinn, und jegliche frühere, etwa angedachte Veränderungsabsicht, Kritikfähigkeit oder Marsch durch die „Insitutionen“, wird transformiert zu einem fortgesetzten Verweilen darin, im System und damit jegliches wirksane Aufbegehren vollends ad Absurdum geführt.

5. Bildung verkommt zur Marke, zur passenden Ausbildung,  zur Erlaubnis an Herrschafts- und Marktmodellen, wie völlig digitalisierten Prozessen teilhaben zu dürfen und sei es als über-glücklicher Konsument und dienstbar gehaltener Auszuführender, der jegliche Rest-Menschlichkeit  (auch darin alten faschistischen dt. Traditionen die Ehre erweisend,..)  vergisst, ausklammert, um dem Modell, der Struktur, die sich unsichtbar haltend, aber in Hierarchien laut wahrnehmbar und allseits machtvoll drohend präsentiert, (wie sagte dazu ein US Schriftsteller, "die Wirklichkeit ist wie Godzilla der immer hinter mir hertapst,..") und ihn (den Restmensch, aber war er wirklich schon mal einer,.?) zur Selbstausgabe und weiteren Benützung als Handlanger, zur Fortführung ihres überdimensional angewachsenen, "mächtig" aufgeblasenen, mit Handelsmarken dekorierten Mahlwerks zwingt.



Mittwoch, 19. Oktober 2011

Presse und Media

Das fabrikmässig, standardisierte Gewäsch, was uns heute als freie und unabhängige Presse und Meinungsäußerung gängig überall und überreichlich vorgehalten, publiziert erscheint und in allen Medien aufwendig kolportiert wird, zielt nur darauf ab, reale Unmündigkeit zu verschleiern und in der ausgeweiteten Verwendung wiederholter, ausgehöhlten Leerformeln und Begriffshülsen zu suggerieren. Etwa das die Belange, um die es sich eigentlich (da nicht erreicht) erst noch zu kämpfen lohne und zu bemühen gelte, bereits erreicht bzw. schon längst überholt seien, es daher keiner Mühen mehr bedarf, sich dafür weiter und grundsätzlich verstärkt, einzusetzen.
Da jegliche Motive, Grundlagen und Ansätze für solcherart Einsatz überflüssig geworden seien, das meiste davon erreicht und längst reichlich vorhanden sei.

Wer beachtet noch die permanente Grenzüberschreitung in sämtlichen Medien, (Internet, TV, Radio, Telefon, Film, etc.) in denen andauernd, unablässig, aktionistisch wiederholt, ausführlich und permanent überredet, überzeugt, angemahnt und sonst wie möglichst intensiv beeinflusst wird.
Zusätzlich wird daneben scheinbar zwanglos wie verbissen zwanghaft behaupten, dass dies keine Grenzüberschreitung, keine Einschüchterung, keine Respektlosigkeit und keine einseitige Vereinnahmung und Entfremdung sei, und weder Überwältigung der eigenen Grenzen, noch Ignoranz persönlicher tolerierter Haltungen und Befindlichkeiten darstelle.

Medien müssen Aufmerksamkeit erzielen, Lautstärke, Bandbreiten und Reichweiten erzeugen und alles überlagern, was zu Lasten des eigenen, persönlichen, individuell verschiedenen, nicht permanent ausgefeilten Denkens geht und stellen damit in ihren künstlich generierten, aufwendig erzeugten Maßnahmen, einen Verwertungsstandard in Information und Verbildung auf, der eigene Bemühungen und Gedanken wie Ansätze, zu amateurhaftem, unfähigen, kleinen, unwichtigen privaten Hobbys herab stuft, sie verkommen und verkümmern lässt.

Wer nicht offiziell ausgezeichnet, dabei ist, integriert, verbrüdert, verfilzt, eingeschworen und etabliert ist, hat keine hörbare Stimme, keine eigenen Wahlmöglichkeiten, genießt kein Vertrauen, wird nicht gehört, nicht gesehen, beachtete und steht weder im Mittelpunkt des Geschehens noch wird ernsthaft um seine Meinung gefragt, und sein Bemühen wird ignoriert, wie seine beschränkten Mittel verlacht und vom überwältigenden, offiziell akkreditierten Medienapparat, verkannt, offen ignoriert und aus- wie überblendet, beschnitten und überrollt werden.

Freitag, 20. Mai 2011

ein paar Auto Kritiken

Für die Freunde der leichteren Muse, ein paar Konsum-kritische Automobil Kritiken:

I. Citroen:

Citroen ist eine der fünfzig "Marken", die ebenso unnötigerweise die Straßen unserer Welt bevölkern mit einem Haufen überstrapaziertem Blech, komplizierter, Menschen ferner Technik und einem Ressourcenverschleiß daraus, der sich in keiner Weise human rechtfertigen lässt und kaum um das Wohlergehen derer kümmert, die wirklich auf diesem Planeten wichtig sind, alle Lebewesen und auch die Menschen.
Diese Fahrzeuge machen mehr Schmutz, zerstören mit den dafür benötigten Straßen und ausufernden Verkehrswegen mehr von der natürlichen Welt, als sie nützen.
1.Mio Verkehrstote weltweit,jährlich im Automobilverkehr sind das Zeichen eines Dauerkriegszustandes gegen die Lebendigkeit, der in dieser Form in der Weltgeschichte einmalig ist. Autos sind gefährliche, zerstörerischen, aufgehübschte Waffensysteme, auch Cirtoen und andere stellen diese gnaden- wie gewissennlos-gewaltbereit her und bringen mit ihrem Profit daraus, aus dem Verkauf dieser Tod-bringenden Maschinen-Monster mit lustig designter Visage,  immer weiteres Unheil, Not und Verderben über die Welt.


II Auti

Audi wie andere Produzenten von derartigen unnötigen Fahrzeugen, setzt in der brutalsierten und rücksichtslosen Markenproduktion ihrer motorisierten Artikel darauf, diese Welt weiter mit unnötigen, übertechnisiertem Sondermüll zu verunstalten.
Alle paar Jahre wird unerhörter, in dieser zwanghaft erneuerten, aufwendig angepriesenen Form, einmaliger Aufwand betrieben, um unglaubliche Ressourcen fressende, zerstörerische und lapidar Menschen mordende Maschinen, auf die dafür immer weiter zu Lasten der freien, äusseren Natur ausgebauten und zupflasternden Straßen und Bahnen zu bringen.
Ein Raubbau an der gesamten belebten Welt wird mit diesen Motorfahrzeugen Vorschub geleistet, der ohne die geringste Rücksicht auf humane und natürliche Belange zu nehmen, durch ihre roboterhaften, Zwangs-gesteuerte Übertechnisierung, in einer perfiden Haltung den vorher freien Raum einnimmt, der dadurch dem verständigen und natürlichen Menschsein und der Freiheit der anderen Lebewesen und Kreaturen permanent geraubt, gestohlen, abgenommen und überwuchert wird und der Einschränkung ihrer Lebensgrundlagen unablässig betreibt und der Missachtung ihrer Bedürfnisse lautstark wie diese, breit grinsend und frech missachtend, in ausuferndem, kriegerischem Tempo, permanent wie auf einem kriegerischen Feldzug, Vorschub leistet.

Audi und andere derartige eindimensional denkende und zwanghaft über-produzierende Hersteller vernützen die gesunde Arbeitskraft, die Lebendnigkeit und die Kreativität der Menschen einseitig, um Tod und Leid bringende, massiv destruktive Maschinen herzustellen mit Investionssummen und Vergeudung an produktivem Human Potential, welches an vielen anderen Stellen wesentlich gehaltvoller und angemessener einzusetzen wäre. Das gesamte sogn. Automobil-technische Know how wird einseitg überstrapaziert, um immer wieder gleiche, ähnliche und immer aufwendigere Ressourcen vergeudende Kraft-Maschinen zu bauen, anstatt die profunde, technische auch respektable Sachkenntnis, die dem zu Grunde liegen mag, in Notstandsgebieten der Welt zutragen und in die Verhältnissen dort angemessen wie hilfreich einzubringen, die ein spürbares Heil in diese Teile  der restlichen Welt tragen würden. (Victor Papanek lässt grüssen, .!)

Aber wie schon bei den bemannten Apollo Raumflügen wird nicht so sehr darauf geachtet, besonders nicht in USA oder Europa, wie es den Menschen weltweit geht, was deren Lebenssituation tatsächlich und erkennbar ausmachen könnte und was konkret und aufwendig dafür an eventuell technischer Hilfe zu leisten wäre. Sondern eine von allem natürlichem und gesundem Leben abgekoppelte Technik als Symbol des entfremdeten Egisomus und Zweckrationalismus der Techniker und Technokraten, weidet sich an Schein-Erfolgen, die absolut gesehen nur übergroße Zeichen der Ignoranz und Dekadenz des über andere machtvoll und zerstörerisch bestimmenden und rein an totem Geldwert, am Profit orientierten Teils der Menschheit sind


III Binz Märcedis

Merzedes Binz früher besonders bekannt dadurch, erheblich zu Rüstungsgütern und Ausrüstungen verschiedener Weltkriege massiv beigetragen zu haben, hat sich in den Jahrzehnten nach dem letzten großen Krieg (an dem vortrefflich verdient wurde) darum bemüht, sein kriegerisches und Menschen mordendes "know how" und Zerstörungs-potential in allgemein erhältliche Klein-Panzer, vorzugsweise jene schweren Limousinen und Fahrzeuge, mit denen Macht und Einfluss verkündete wird, umzusetzen.

Was in den 1950er und 60er Jahren noch relativ harmlos und hübsch in gefällige, bisweilen rundliche Formen gegeben wurde und in der Motorisierung dem genügsamen Verbrauch an endlichen Ressourcen relativ gnädig bis hilflos angepasst war, hat sich danach in eine überbordende, heillose Vergötterung und Fetischisierung von schweren Blechbüchsen verwandelt.

Eine massive, Gewalt bereite Haltung, die machtvoll wie "damals", Eindruck erzeugen und Macht vermitteln soll und darüber hinwegsehen helfen möge, das heute wie früher, als man noch Kriegsgefangene und Systemgegner als billige, auszubeutende Arbeitskräfte geliefert bekam und , wie andere geraubte Ressourcen zur Herstellung dieser Produkte vermutzte, in dieser Tradition seitdem Menschen weiter benützt und an Fließbänder gekettet, in unterwürfiger, demütiger Arbeits- und Hab-achthaltung in großen Hallen ihr Leben in der Fertigung dieser machtvoll auftretenden und Tod bringenden Maschine wie ehedem zu fristen haben. Diese Menschen aber zur Erholung inzwischen den kurzen Weg ins eigene, private Heim manchmal mit den günstig erworbenen Karossen, an denen sie selber mit und unfrei basteln dürfen, zurücklegen können.
Die Formgebung dieser mühsam kaschierten Binz Panzer drückt zusehends und aktiv verstärkt, unverhohlene Gewalt, Machtausübung und unbeugsamen Führungswillen aus.
All das wird mit diesen Maschinen vertreten, was in einer angeblich harmonischen, nur mühsam als Demokratie übertünchten, unterworfene Verwaltungswelt, notwendig ist, für selbst ernannte Führer und Herrscher, um immer wieder ihr sonst, wie nicht vorhandenes, etwa positiveres Sozial Prestige dadurch zu untermauern. Daher werden alle paar Jahre euphemistisch als "neu" bezeichnete Fahrzeuge hergestellt und die älteren Modelle damit ausgetauscht, damit diese Neuwagen immer schwerer und massiver in den stockenden Massen-Verkehr, herrschaftliche Überlegenheit ausstrahlend, eingreifen und für sich alleine, eine stetig wachsende, enorme Menge an den eigentlich Lebens wichtigen Lebensmittel einfordern und massiv vergeuden, verbrauchen und kassieren, in totes Kapital umwandeln. 'Etwas mit dem der Raubzug immer weiter ausgeweitet und intensiviert werden kann, aus Ressourcen, die irgendwann früher einmal, freier, allgemein zugänglich, für alle Lebewesen, auf der Erde vorhanden waren udn freier zur Verfügung standen, anstatt zu helfen diese Raub- und Beute Herrschaft mit bombastischen Machtinsignien zu vershen

Dieser kolossale, industrialisierte Raub dadurch, der materiellen und sonstigen damit verbundenen Freiheiten der Lebewesen und Menschen, geht einher mit einer brachialen und immer weniger kaschierten Herstellung von zunehmend gewaltigen Panzer Fahrzeugen, an deren zu Fratzen erstarrten Fronten, kaum mehr so hübsch anzusehen wie früher, die darin beförderte Gier, der Hass und die dadurch mit verursachte Unterdrückung, sich zusehends verdeutlichen und in aberwitziger, unnötiger und aufgeblähter Formensprache, weiter Raum greifend und abstoßend ihren Platz in der Welt und auf den dafür benötigten Straßen und Pisten beanspruchen.
Dämonen gleich, oft in dunkle Farben gehüllt mit verdunkelten Scheiben versehen, damit deren Insassen nicht erkannt werden und oft auch tatsächlich gepanzert, aus Angst vor Widerspruch und anwachsender Gegnerschaft, streben diese Fahrzeuge unaufhaltsam nach vorne, auf einem Weg der Verderbnis, des Grauens und der materialisierten Menschenverachtung, einem Weg, der sich nur noch mühsam mit mäßigenden und verhübschenden Gepflogenheiten und werblichen harmoniesierenden, kaschierenden Attitüden verdecken lässt.

Der Stern, das gefällige, eingängige Symbol der Binz-Hersteller, früh vom Himmel geholt und auf die blecherne Kühlerhaube geschraubt, um Verkehrsgegner an zu visieren, beiseite zu schaffen, ist zum Symbol erstarrt, einer kaum noch zu bremsenden, unverhohlenen, auch an der Verwertung anderer Bereiche mächtvoll interessierten, weiter anwachsenden Machtausdehnung und zerstörerischen Sucht.

Diese Binz Fahrzeuge sind auf einen Weg gebracht, der gepflastert ist mit grausamen, brutalem Zwängen, Unterdrückung und technischer Herrschaftsausübung, die dabei Hohn lächelnd wirkliche humanitäre Problemlagen in der gesamten Welt ignoriert, diese faktisch sogar dadurch zusätzlich vergrößert und da andere Kriege meist verloren wurden, auf jene Weise mit an einer globalen Eroberung in permanenter, ausgeweiteter Kriegsführung auf weltweit planierten Bahnen arbeiten. Eine Ausweitung der Kampfzonen, die massiv von Marketing-gängigem, seicht-freudvoll gehaltenem Gerede überdeckt, aber von kaum noch zu überhörendem Kriegsgeschrei und -gebrüll begleitet wird, um damit in kaum unterschwelliger, immer deutlicher zu Tage tretender Grausamkeit, einen fatalen, endgültigen "End-Sieg-haften" Weg in den Abgrund zu befahren.


IV. VauW

Volkswagen ein von maßgeblichen Leuten im III. Reich mit begründeter Konzern, war ursprünglich darauf angelegt, Fortbewegungsmittel für einfache Menschen im Stil der Ford Produktion in den USA anzufertigen. Real wurden bis 1945 nur recht wenige, ein paar tausend KDF-Wagen an "bedürftige" Menschen verkauft, zumal die dazu notwen dige, noch kaum vorhande Infrastruktur enorm gelitten hatte. Das entsprechend gewonnene "Know-How" wurde vorher dringlicher für Fahrzeug in der aufgeblasenen Rüstungs-Produktion und damit ausgestattete, pittoreske Feldzüge weltweit benötigt. Nach 1945 schaffte man es dann, 15. Mio eines optisch attraktiven, aber technisch recht simplen Fahrzeugs zu verkaufen und damit zum meist verkauften Automobil weltweit, jener Epoche, als dessen Hersteller, aufzusteigen.

Heute arbeitet der entsprechende VauW-Konzern, der sich wieder wechselhaft darum bemüht, sich mit den Nachfolgern seiner Mitbegründer -Familie zu vereinen, die ihr "Geschäft" bisher nur eher darin sahen, unnötige, schreierische gröhlende, sogn. "Sportwagen" aus buntem Blech zu formen, um auch damit den entsprechenden Weltmarkt "zu erobern". In einem nie enden wollenden Feldzug, der nach Meinung selbst unkritischer Ökonomen, die Auswirkung einer kränkelnden, unzweifelhaft vorhandenen, grob latenten, kaum überdeckten, brutal grinsenden, groß-deutschen Geisteshaltung sei, die seit dem letzten mörderischen Krieg dort darin auch fortbestehend, sich auf andere Gebiete schwer ausgewälzt habe und da ehemals nicht siegreich und genügend sichtbar, ihre Haltung, ihren Drang und ihre alles zersetzende Sucht, nun abschließend anstrebe, weltweit Sieges-Heil einbringend, umzusetzen.


Daher und darauf, darin und daran wird verpulvert, vergeudet, verschossen (mind. 10.000l Trinkwasser pro Neu-Fahrzeug) und mit den Ressourcen, die in aller Welt zusammen-geklaubt wurden, um das neue/alte, ähnliche Endziel, den totalen wie überwältigenden, erstarrenden Endsieg, irgendwann, in "Vernichtung" des wahnhaft überall vermuteten "Wirtschafts Feinde", doch noch zu erringen. Und sei es in erstarrter Konsumenten Pose im alltäglich verbissenen K-r-ampf auf der planierten Piste, der Autobahn!

Donnerstag, 3. März 2011

Sozialismus, I

Die Idee des Sozialismus ist u.a. auch aus dem Widerstand gegen alle Formen des Kapitalismus hervorgegangen, jener Gesellschaftsform, die menschliche Bedürfnisse und Menschen selber auf Waren- und Warenverhältnisse reduziert.
Dies geschieht u.a. unter der geistigen Vorherrschaft einer spezifischen Interpretation des christlichen Glaubens (wie z.B. des Calvinismus, amerik. Protestantismus) welcher die Tendenz zur einseitigen materiellen
Bereicherung reativ kleiner Gruppen forciert, dies zum alleinigen Schaden auch jener ernsthaft tätiger Schichten einer jeweiligen Bevölkerung.
So lange der Kapitalismus existiert, wird eine gewisse Form des alternativen Projektes dazu ebenfalls existieren. (auch wenn deutsche Ex-Politiker wie etwa Helmut Schmidt keine Vorstellung von "alternativer² Politik zu haben scheinen, -> siehe Interview Band von Sandra Maischberger (nTV)
³wer eine Vision hat, sollte zum Arzt gehen,...²

Ebensowenig ist die Idee des Sozialismus historisch gescheitert, "zu ungunsten der jeweiligen Bevölkerungen³. (Zitat: Olav Henkel) Sozialistische Politik hat immer versucht via geplanter Wirtschaft und vernünftigen an
Menschen und dem Überleben ihres Umfelds/ der Mitwelt orientierten Wirtschaftsprognosen für die Zukunft, das Wohlergehen und die Gesundheit der gesamten Bevölkerung ohne einseitige Schichtung in Hinblick auf den Profit einzelner in den Vordergrund zu stellen.
Fehler und Irrtümer sind hier wie bei anderen politischen Projekten immanent und gehören zum Weg einer derartigen Politik, die im Gegensatz zum Kapitalismus nicht danach trachtet sich historisch zu verabsolutieren,
sondern durchaus nur als Mittel zum Ziele einer gerechteren und humaneren Gesellschaft begreift.
Die extreme Ausbeutung und Entfremdung grosser Menschengruppen von Ihrem eigentlichen und möglichen freien Leben durch den Konsum immer wieder erneuerter Verbrauchsobjekte, zementiert eine inzwischen gesellschaftlich anerkannte Form der Ersatzbefriedigung, die in der "als größtmögliches Glück" vorgespiegelten Warenwelt das eventuelle sorglosere und humanere Glück ohne Konsumorientierung und Verbrauerhaltung dagegen ausblendet und verleugnet. So sehen Kreise der Kirchen die Möglichkeit für ein glückvolles Leben, aber erst nach dem Tode, etwa im Paradies voraus.
Der Mensch als Konsument verdinglicht und zum Spielstein der Wirtschaftslenker und Politiker reduziert, soll quasi wie die Ratte im Labyrinth Funktionen erfüllen, die ihm selbst weitgehend fremd und
übergeordnet sind, deren Ziele er/sie weder begreifen noch irgendwie anschaulich erfassen soll.
Die Funktion des Konsumenten/ Verbrauchers schliesst trotz, auch vernünftiger Versuche oberflächlicher Beratung desselben, eine bewußte und mitbestimmende oder auch nur mitverantwortliche Haltung gegenüber der Kreation von/in Warenprozessen aus. Deren Resultat in Form beliebiger Güter "einfach und segensreich³ über die dem Kapitalismus ausgelieferten Menschen und sonstigen Teile der Schöpfung ausgeschüttet werden. Die Konsumentenhaltung hat inzwischen derart tiefgreifend die sozialen Strukturen und das Verhalten der einzelnen Menschen zueinander verändert, (wie auch schon vielsagend in den 50er bis 70er Jahren erkannt ...), daß eine Austauschbarkeit der Beziehung untereinander entstanden ist, die u.a.
Reste des sozialen Miteinander grosser Teile, der betroffenen europäischen wie amerikanischen Bevölkerungen ausgehöhlt haben.
Inzwischen wird in der Folge verstärkt nach einer "neuen spirituellen Sinngebung² im Kapitalismus und durch Ihn gesucht, ohne den Verursacher dieses spirituellen und inhaltlichen Mangels auch nur in Augenschein nehmen zu wollen: dem Kapitalismus ist es gelungen auch noch die Suche nach einem Sinn in ihm zur Ware zu machen.

Das Leben ist ein teures Gut

schön wenn es uns bisweilen glücken tut. Etwas anders formuliert, vom rumänischen Autor Eminescu kommt der Satz: " Das Leben ist ein verlorenes Gut, wenn man nicht gelebt hat, wie man  leben wollte."

Das Leben gibt durchaus zu vielen Deutungen Anlaß. Grundsätzlich will es natürlich auch erst einmal gelebt werden, ein Leben, Gebrauchsanweisungen dazu existieren ebenfalls eher wenige. Spirituell besehen, rückt die Lebenslust und das geglückte Leben eher in die Nähe eines angenehm und gutverteilten Lebensglücks auf alle lebenden Menschen. Wenn mein Leben glückt, ich daran Lust und Freude verspüre, teile ich dieses Gefühl besonders intensiv mit der mich umgebenden, äusseren Welt. Mitanderen Lebewesen, Menschen, Pflanzen und Tiere teile ich dieses Glück, in dem ich es ihnen mitteile. Wenn ich im Einklang und Einheit mit mir und der Welt ldas Leben erebe, soll die Befriedigung aller daran Beteiligten am
höchsten sein.

Nur materiell orientiertes Erleben, oder ein Leben in den Dingen allein führt uns oft weit weg davon vom Leben, oder sogar am Leben vorbei. Ein Leben in Arbeit geht meist noch schnell vorüber, ein Leben in Armut ist intensiver. Für spirituelle Lehren, wie die des Buddhismus ist es sogar notwendig, um es in seiner kompletten Fülle zu erfahren, das Leben möglichst einfach zu halten. Das Leben ist nur ein Traum, also lebe deinen Traum. Lustvolles Leben ist ein Leben nach Gefühl. Wenn wir uns den Gefühlen überlassen, leben wir dann intensiver, ist das Leben nur der Körper der unseren Geist umgibt? "Mens sana in corpore sano". Lebt der gesund Geist denn glücklicher in seinem gesunden Körper?
Versprechungen an ein geglücktes Leben sind meist verknüpft an jenseitige Verheißungen, die unbeweisbar, aber verlockend erscheinen. Ist Leben nur ein rein körperlich orientierter Prozess, oder sind unseren Erfahrungen auch Elemente des Geistes, der Seele gar zuzuordnen. Viele verschiedene Menschen
führen die Leben, die ihrem Seinszustand entsprechen. Der Wert des Lebens lässt sich nur an den eigenen Einsichten und Erfahrungen festmachen. Sterben tun immr nur die Anderen. Was ist denn wirkliche Lebendigkeit, ein simpler Stoffwechselprozess, ein Pulsieren auf irgendeiner Skala? Die lebendige
Wirklichkeit, ein Erfahren, ein Prozess, doch nur ein Traum?

Mediziner haben ihre Definition des Lebens, zweckoptimiert und orientiert nach den Gesetzen der Wissenschaft. Beweisbarkeit, nachvollziehbare, empirische Prozesse sagen sie, das ist das Leben. Könnte es sein, daß das Leben irgendwie die Körper bewegt, von innen heraus, eine Kraft, ein Impuls?
Leider vermochte die Wissenschaft bisher keine verstorbene Kakerlake mehr zum Leben erwecken, wenn der Lebensimpuls verloren, gewichen war. Dafür gibt es nun Roboter, Mechaniken, die mit Strom gespeist, vorgegebene Bewegungsmuster ausführen.
Ist das schon Leben? Wie der Golem herumzustolpern mit großen und geweiteten Augen? Lebe dein Leben, als wäre es dein letzter Tag. Dies wird angesprochen von jenen, deren Lebensgrenzen sichtbar geworden sind, deren Lebensende in greifbare Nähe gerückt ist. Nun erst einmal richtig leben, wie ich es mir
immer gewünscht habe, alles vollständig genießen, Dinge und Menschen erleben. Ist es das? Endlich endliches Leben erleben? Das Leben ist endlich, also versuche es mit Leben zu füllen. Was hielt uns denn bisher davon ab, dies immer schon zu verwirklichen, wer hält uns heute davon ab? Äussere
Einflüsse, die Erziehung, unsere Kultur, die Wirtschaft, die Kirche, der Nachbar, ein Buch?

Ein Leben in Saus und Braus, wie es sich der kleine mittelose Mann vorstellt und es dann eventuell auf Mallorca, oder anderswo versucht zu verwirklichen. warum denn auch nicht? Die Sinne, die Erfahrumgen sind doch bei jedem gleich, es kommt doch nur darauf an, was er oder sie daraus macht. Natürlich
existieren die anderen Menschen, irgendwo um mich herum, es sind die vielen Anderen, die mich umgeben. Das gelebte Leben der Vielen, ein Lebensfluß der mich umwirbelt. Da heißt es dann, standhalten oder fliehen, vor der Masse der Menschen, die auch leben wollen, ich sehe sie überall, in den Medien,
auf den Straßen, auf den Plätzen, in den Palästen. Wie wir schon beim Ameisenhaufen konstatieren können, ist ein Leben in der Gruppe, nach gemeinsamen Zielvorstellungen gestaltet, möglich und recht funktional zu
verwirklichen. Sind wir nun den Ameisen etwa unterlegen, solange wir uns als Menschen mit den anderen Menschen noch nicht auf gemeinsame Ziele geeinigt haben?
Oder hat man uns diese Ziele einfach noch nicht mitgeteilt, warum will den jeder nur sein Leben leben? Oder sind wir schon weiter als der Ameisenstaat, können wir unser Leben ganz alleine, selber bestimmen und
lassen die Kolonnen der Arbeiter an uns vorbeiziehen, betrachten diese nur aus der Ferne, halten inne?

Die Götter im Altertum nahmen sich die Freiheit der Träume, sie lebten alles was ihnen möglich war, komplett und vollständig in den Vorstellungen der Menschen. Irgendwann dachten diese daran, es ihnen gleich tun zu müssen. Die Mächtigen taten es offener, die Ohnmächtigen etwas versteckter.Lebensführungskonflikte enstanden nur dann, wenn die vielen Einzelnen sich gegenseitig störten oder behinderten, in ihren Leben. Eine
Organisationsform, ein Staat musste her, einer der die verschiedenen Bedürfnisse der Menschen nach gelebtem Leben zu kanalisieren verstand. Ein Leben in Eintracht und mit gemeinsamen Zielen, war es das? Ein Leben als Ameise? Bei den Ameisen sind die Anführer nicht sichtbar, alles fließt ruhig vor sich hin. es gibt nur die Königin, Arbeiter und Soldaten.

Mein Leben und das Leben der vielen anderen Menschen, und das Leben der Tiere und Pflanzen. Ist es das etwa, das Leben, was wir täglich mit unseren Sinnen erfahren, das was wir sehen, schmecken, hören, fühlen und riechen?
Der Tod kostet das Leben, sind wir bereit mit dieser Währung zu betzahlen. Haben wir überhaupt schon gelebt, bisher, heute, irgendwann? Und wenn das alles nur Eindrücke wären, eine Matrix, eine Vorspiegelung, würden wir den Unterschied erkennen, würden wir überhaupt etwas erkennen? Wissen wir denn überhaupt schon, wer wir sind, die angeblich Lebenden. Wer sagt es uns, ausser wir uns immer wieder selber. Wer wagt es, dies herauszuschreien, einige Künstler etwa, Betrunkene, Berauschte, Unwissende? Das Leben ein Witz, aber wer hat ihn erzählt, ein gelebter Witz also. Wir leben immer weiter unsere individuelle Ewigkeit. Und wenn wir einmal gehen, wird uns keine Erinnerung daran mehr bedrücken.