Der so hilfreiche, angeblich weinerlich, behutsame, so human ausgerichtete, wackere "Sozialstaat" stellt an sich keine allgemeine und erhebliche "Verbesserung" der humanen "Lebensverhältnisse" per se dar, sondern bedeutet: Verwaltung und Verteilung von Anteilen des "geronnenen", von allen gemeinsam "erwirtschafteten Mehrwerts" an jene, die zur Erhaltung ihrer verwertbaren Arbeitskraft darin funktional wie manipulativ eingesetzt, noch "benötigt" werden.
Der Sozialstaat ist primär keine "Hilfe" gegenüber einer etwa feindlichen Umwelt, oder eine human ausgerichtete Hilfestellung gut meinender Industrien und der so "sozialen Markt-Wirtschaft" und
ihrer entsprechend aufgestellten Politik-Verwaltungen, sondern versucht
indirekt/unterschwellig, die Auswirkungen zu kompensieren, von dem, was
technologisch-industrielle "Entwicklung" in, um und an den Menschen
herum überhaupt erst zerstört und an Schäden hervorgerufen hat und ebenso weiter fortgesetzt anrichtet.
Erst der technisch/ wirtschaftliche Fortschritt, die Entwicklung der
Mittel hat dazu geführt, dass Menschen nicht mehr das an sozialer und
gemeinschaftlicher Existenz orientierte Maß an Selbstversorgung
überhaupt "leisten und leben" können. Etwas, was dieser gegenwärtige,
gönnerhaft-mahnend auftretende "Sozialstaat" als "Geschenk" großzügig
anbietet, es "zur Verfügung" stellt, und damit den elementaren
Grundwiderspruch in diesem, an Verwertungsarbeit allein ausgerichtetem Lebenszusammenhang zu kompensieren sucht.
Denn diese "Hilfe" ist entstanden aus Anteilen der von Menschen geschaffenen Gewinne und daraus zusammen gesetzt, den industrieller "Fortschritt", allein orientiert an der Maximierung seiner toten Geld-Profite, (zum spezifischen, hauptsächlich daraus abgeleiteten Machterhalt einer kleinen Herrschaftsgruppe) aus der lebendigen Substanz der anderen, verfügbar gemachten Menschen abgezogen, aus diesen heraus gesogen wurde, um jene als mechanisierte Arbeitskraft zu v e r w e r t e n.
Den Anteil an ihrer Erwerbsarbeit, der lebendige Menschen daran zusteht, der auch zu ihrer Reproduktion, Erholung (von der "Erwerbsarbeit") notwendig ist, zusätzlich als "Geschenk" an diese zu bezeichnen und über den angeblichen Sozialstaat als "human-erhebliche", grosszügige Leistung an diese zu deklarieren, fadenscheinig an sie partiell zurück zu verteilen, ist umso verwerflicher, als damit reale, systematisch geplant Ausbeutung komplett übergangen, ignoriert und ausgeklammert wird.
(Was auch der Kritik, dem
Widerstand gegen die gesamte, kranke Fremd-Verwertung der Menschen im
Verwertungskapitalismus, für eine Befreiung und Emanzipation davon, den
argumentativen Boden zu entziehen helfen soll.)
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